Mein Lebenslauf

Aus Mangel an Ideen machte ich das KV bei der Bank und wusste nach der Lehre, dass mir die Arbeit dort zu wenig kreativ ist. Ich landete im Marketing – unter anderem in der Verlagsbranche (Jean Frey AG) und schliesslich in der Glitzerwelt von Swarovski. 2006 habe ich dort gekündigt: Die Motivation dazu lieferten meine Söhne Ari, der kurz nach der Hochzeit mit meinem Mann Artur im Jahr 2004 das Licht der Welt erblickte, und Mika, der unser Quartett 2006 komplettierte. Mit meinen Lieblingsmenschen wollte ich so viel Zeit wie möglich verbringen und beschloss deshalb, mich selbständig zu machen: Ich gründete noch im selben Jahr Hochheuser Hochzeitsplanung und war damit eine der ersten Hochzeitsplanerinnen in der Schweiz. Bereits im ersten Jahr nach der Gründung durfte ich einige grosse Hochzeiten begleiten. 2008 rief ich mit einer Kollegin den Verband unabhängiger Schweizerischer Hochzeitsplaner ins Leben mit dem Ziel, den Hochzeitsplanerin in der Schweiz ein starkes Netzwerk, regelmässigen Erfahrungsaustausch und eine seriöse Ausbildung anbieten zu können. Letzteres konnte ich kurz darauf mit Hilfe des SAWI, wo ich einst selbst die Schulbank gedrückt hatte, umsetzen: Ich konzipierte den Diplomlehrgang zum Hochzeitsplaner,der 2010/2011 zum ersten Mal durchgeführt wurde und war 9 Jahre lang dessen Lehrgangsleiterin und Hauptdozentin. Als das SAWI durch die Umgestaltung der Ausbildungslandschaft in der Schweiz an Bedeutung verlor und ich bemerkte, dass das Bedürfnis nach individuellem Unterricht zunahm, beschloss ich, auch in Sachen Ausbildung eigene Wege zu gehen: Seit 2020 gebe ich mein Wissen in meinem Fernlehrgang zum Hochzeitplaner weiter.
Bei meiner Arbeit als Hochzeitsplanerin entdeckte ich bald meine Kernkompetenz: Die Organisation von freien Trauungszeremonien. Nachdem ich eine Zeit lang eng mit einem Trauredner zusammengearbeitet hatte, motivierte mich dieser, mich selbst als Trauungsgestalterin zu versuchen – mit Erfolg! Meine erste Traurede schrieb und hielt ich im Jahr 2010 und bald ergab eins das andere: Aus Gästen wurden Brautpaare, die auch von mir getraut werden wollten und dann war da die Mutter eines Bräutigams, die sich schwer erkrankt wünschte, dass ich nach ihrem Ableben ihre Gedenkfeier gestalte. Nun hatte ich erstmals die Gelegenheit, eine Geschichte zu Ende zu erzählen – eine neue, eindrückliche Erfahrung; die mich mit viel Dankbarkeit erfüllte. Genauso, wie das Gefühl, einen neuen Erdenbürger willkommen zu heissen - ich hatte seine Eltern getraut und nun durfte ich erzählen, wie ihre Liebesgeschichte weiterging und sein Leben anfing.
Ich schrieb und erzählte Geschichten – nicht nur von Menschen, sondern auch von Firmen. Schon bei Swarovski hatte ich Geschäftsanlässe moderiert und so sagte ich sofort zu, als ein Paar, das ich getraut hatte, anfragte, ob ich ihr Firmenjubiläum begleiten würde. Inzwischen habe ich es mir längst zur Aufgabe gemacht, verschiedensten Anlässe nicht nur zu organisieren, sondern dafür auch die richtigen Worte zu finden und sie zu moderieren.
Obwohl ich gerne vor Leute stehe und rede – noch lieber arbeite ich alleine zuhause und schreibe. Nicht nur Texte für meine Kunden, sondern am liebsten Romane: 2024 habe ich meinen Erstling «Aschenbrödel traut sich nicht» veröffentlicht, 2025 folgte «Nikolaus darf nicht sterben» und zurzeit schreibe ich am dritten Teil der Wintergeschichten aus Scuol.
Ausgleich zur Arbeit am Schreibtisch finde ich in der Natur: Täglich bin ich mehrere Stunden mit meinem Rhodesian Ridgeback Zuchtrüden Hugo unterwegs, in den Ferien in den Bergen oder dann am Meer. Der Familienhund ist definitiv mein grösstes Hobby, ich habe aber auch noch andere: Im Winter mache ich nach wie vor gerne die Skipisten unsicher, im Sommer sind es die Golfplätze. Und auch wenn ich schon an den schönsten Orten der Welt sein durfte, so bin ich immer noch am liebsten zuhause, in der schönen Schweiz.